Perlen und Völkerkunde

Der Titel lässt erahnen, und wir alle wissen es, dass die Perlenkunst eine jahrhunderte alte Tradition ist...

Folgender Textausschnitt trifft auch für die heutige Perlenszene zu.

 

 

" Perlen standen in einer engen Verbindung zur Person, die sie trug. Je nach Alter verfügte man über eine unterschiedliche Garderobe. Am Gewand und am Perlenschmuck waren neben dem Alter das Geschlecht und der Zivilstand einer Person sowie ihr sozialer Status, im Fall der Wahrsagerinnen und Wahrsager auch ihr Berufsstand zu erkennen. Perlenschmuck war aber auch Selbstausdruck. Trotz der Vorgaben, die beim Herstellen einer Perlenarbeit zu befolgen waren, war es immer auch möglich, individuelle Akzente zu setzen. Abweichungen vom Stilkanon waren gestattet, solange dieser erkennbar blieb.

 

Perlen liessen ausserdem die Zugehörigkeit des Einzelnen zu grösseren Sozialverbänden wie Clans und Clangruppen erkennen. Allerdings stimmten die auf unterschiedlichen Farbpaletten und Kompositionsmustern beruhenden Perlenstile kaum je mit ethnischen Grenzen überein. "  

Text aus der Ausstellung "Itsimbi 2004  Völkerkundemuseum Zürich

 

Perlenschmuck ist Selbstausdruck, wenn das Schmuckstück zur Person passt, ist der Eindruck perfekt. Die Trägerin ist voller Selbstbewusstsein und stolz.

Die Perlenkünstlerin wird mit gleichem Stolz ihre Arbeiten präsentieren, und für ihre Kreationen Lob ernten.

 

 

 

 

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